Richtig Mauern und Verputzen
Eine Mauer ist aus mehreren Schichten Ziegel oder Blocksteinen auf gebaut. Die Stabilität der Mauer hängt wesentlich vom Verband, d.h. von der verzahnten Anordnung der Steine ab.
Eine Mauer ohne diese Verzahnung würde schnell einstürzen. Den Verband unterscheidet man nach Art der Steinzusammensetzung.
Techniken
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Läuferverband Die Steine werden in Längsrichtung verbunden. Am Ende jeder zweiten Reihe wird ein halber Stein vermauert, wodurch sich versetzte Stoßfugen ergeben. |
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Blockverband Bei diesem Verband wechseln paarweise vermauerte Läuferschichten mit Binderschichten ab. |
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Holländischer Verband Hier wechseln innerhalb der Schicht je ein Läuferpaar mit einem Binder ab. |
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Unregelmäßiger Verband Die Verzahnung entsteht durch versetzten Aufbau mit unterschiedlichen Steinformaten. |
Mörtel ansetzen
Erleichtern können Sie sich die Arbeit, wenn Sie fertige Mörtelprodukte verwenden. Gerade wenn Sie nur gelegentlich mauern und die Routine zum Ansetzen des Mörtels fehlt, sind Fertigpro dukte ideal. Sie werden nur mit Wasser gebrauchsfertig angemischt.
Wenn Sie Ihren eigenen Mörtel ansetzen, können Sie nach folgendem Mischungsverhältnis vorgehen: 1 Teil Zement, 1 Teil Kalkhydrat, 6 Teile Mörtelsand und nach Erfordernis oder Pak kungsangaben Wasser hinzugeben.
Auf eine Mischfläche die erforderliche Sandmenge schütten und in einem Eimer den Zement abmessen. Diesen zum Sand geben und mischen. Nun das Kalkhydrat untermischen und das Ganze mit Wasser zu einer steifen Konsistenz verarbeiten.
Mauern
- Für den ersten Stein den Mörtel an der Richtschnur absetzen
- Den Mörtel auf eine Stärke von ca. 2 cm flachdrücken
- Den ersten Stein so ins Mörtelbett setzen, daß er den Mörtel auf etwa 1 cm zusammendrückt
- Nach einem zweiten provisorisch gesezten Stein die Waagerechte prüfen und eventuell korrigieren
- Im Verlauf des Mauerns auf die Steine einen Mörtelbatzen aufbringen und den Stein setzen

Der Mörtel für den ersten Stein wird an der Richtschnur abgesetzt.

Den Maueraufbau schon von Anfang an überprüfen.

Im weiteren Verlauf des Mauerns immer wieder die Senkrechte prüfen.
Steinübersicht
Einen Universalstein gibt es nicht. Jeder Stein hat seine speziellen Vorzüge. Wählen Sie nach Ihren Vorstellungen von Wärmedämmung, Schallschutz oder leichter Verarbeitbarkeit aus. Welche der Vorteile Ihren Vorstellungen am ehesten entsprechen, müssen Sie entscheiden.
ZiegelAus Lehm und Ton gebrannt, gute Schalldämmung durch hohe Rohdichte, angenehmes Raumklima. |
PorenziegelWerden aus Lehm, Ton und Wasser gebrannt, können mit Leichtmauer-mörtel verarbeitet werden, geringes Gewicht erlaubt große Steinformate und schnellen Arbeitsfortschritt. Nut und Feder ermöglichen mörtelfreie Stoßfugen. |
KalksandsteinAus Kalk, Quarzsand und Wasser, hohe Rohdichte, beste Schalldämmung, schlechte Wärmedämmung. Ideal für Sichtmauerwerk. |
BimsbetonSehr gute Wärmedämmung, schlechter Schallschutz |
PorenbetonAus Sand, Kalk, Zement und Wasser, beste Wärmedämmung, kann leicht gesägt werden und mit Dünnbettmörtel verarbeitet werden. |
Eine Mauer verputzen

Zuerst werden Eckschienen an den Mauerkanten befestigt, die auch als Führungsschienen dienen. Zum besseren Halt der Putzschicht kommt zuerst ein Spritzbewurf aufs Mauerwerk.
Die anschließende Putzschicht wird bis zur Dicke der Führungs schienen aufgetragen und mit dem Abziehbrett gleichmäßig dick abgezogen. Nun mit einem
Reibebrett und anschließend mit dem Stahlglätter eine glatte Fläche herstellen.
Als Putz eignet sich hierfür ein Fertigprodukt, das für die einzelnen Arbeitsschritte entsprechend den Verpackungshinweisen angemischt wird. Möglicher weise wird vom Hersteller eine andere Verarbeitungsmethode empfohlen, die für das spezielle Produkt ausgelegt ist.
Werkzeuge zum Mauern und Verputzen
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Für die Angaben und Ratschläge in diesem TIPP kann keine Gewährleistung übernommen werden.





