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Wissenswertes
Kakteen und Sukkulenten sind nicht nur absolute Trendpflanzen – sie gelten auch als besonders pflegeleicht und eignen sich daher hervorragend als Zimmerpflanzen für Einsteiger. Dennoch benötigen auch sie die richtige Pflege, damit sie lange gesund bleiben und dir viele Jahre Freude bereiten.
In diesem Ratgeber erklären wir zunächst den Unterschied zwischen Kakteen und Sukkulenten, stellen dir verschiedene Arten vor und geben dir praktische Pflegetipps, die sich ganz einfach umsetzen lassen.
Der Unterschied zwischen Kakteen und Sukkulenten
Welche Sukkulenten-Arten gibt es noch?
Welche Kakteen gibt es?
Der richtige Standort
Kakteen und Sukkulenten richtig pflegen
Aktuelle Trends rund um Kakteen und Sukkulenten

Um den Unterschied richtig zu verstehen, solltest du wissen, dass Sukkulenten keine eigene Pflanzenfamilie sind. Der Begriff „Sukkulente" beschreibt vielmehr Pflanzen, die Wasser in ihren Blättern, Stängeln oder Wurzeln speichern können und dadurch längere Trockenperioden überstehen.
Kakteen werden häufig mit Sukkulenten gleichgesetzt – und das nicht ohne Grund: Alle Kakteen sind Sukkulenten, aber nicht alle Sukkulenten sind Kakteen.
Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal sind die sogenannten Areolen. Dabei handelt es sich um kleine, meist filzige Polster, aus denen Dornen, Blüten oder neue Triebe wachsen. Diese Areolen besitzen ausschließlich Kakteen.
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Andere Sukkulenten |
Kakteen |
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Neben den Kakteen gibt es zahlreiche weitere Pflanzenfamilien mit sukkulenten Arten, beispielsweise:
Da Sukkulenten auf fast allen Kontinenten vorkommen, stellt diese Auswahl nur einen kleinen Teil ihrer Vielfalt dar.

Botanisch werden Kakteen in vier Unterfamilien eingeteilt:
Für die Wohnung stehen zahlreiche Arten zur Auswahl – von kugelförmigen über säulenförmige bis hin zu hängenden oder gepfropften Kakteen.
Besonders beliebt sind:

Die meisten Kakteen und Sukkulenten bevorzugen einen hellen, warmen Standort. Während der Sommermonate fühlen sie sich auch auf Balkon oder Terrasse wohl.
Viele Kakteen vertragen sogar direkte Sonneneinstrahlung. Nach dem Winter oder beim Standortwechsel sollten sie jedoch langsam an die intensive Sonne gewöhnt werden, um Sonnenbrand zu vermeiden.
Kakteen und Sukkulenten sind echte Überlebenskünstler und benötigen deutlich weniger Pflege als viele andere Zimmerpflanzen. Grundsätzlich gilt: Weniger ist mehr.
Wie viel Wasser deine Pflanze benötigt, hängt von der Art, dem Standort, der Temperatur und dem verwendeten Substrat ab.
Das Substrat sollte zwischen den Wassergaben weitgehend austrocknen. Je nach Jahreszeit kann das zwei bis drei Wochen oder während der Wachstumsphase auch kürzer dauern.
Ob die Erde bereits trocken ist, erkennst du beispielsweise:
Gieße anschließend durchdringend und entferne überschüssiges Wasser aus Untersetzern oder Übertöpfen zeitnah, damit keine Staunässe entsteht. Ideal ist kalkarmes Regenwasser.
Während der Wachstumsphase von Frühjahr bis Spätsommer freuen sich Kakteen und Sukkulenten über eine regelmäßige, aber sparsame Düngung. Verwende am besten einen speziellen Kakteen- oder Sukkulentendünger.
Je nach Dünger genügt eine Gabe etwa alle vier bis sechs Wochen. Während der Winterruhe solltest du auf das Düngen verzichten, da die Pflanzen in dieser Zeit kaum Nährstoffe aufnehmen und ein Nährstoffüberschuss das Wachstum beeinträchtigen kann.
Kakteen und Sukkulenten benötigen ein sehr durchlässiges Substrat. Spezielle Kakteen- oder Sukkulentenerde enthält meist einen hohen Anteil an Sand oder mineralischen Bestandteilen und verhindert Staunässe.
Zusätzlich empfiehlt sich eine Drainageschicht aus Blähton, Kies oder Tonscherben am Topfboden.

Spätestens wenn die Wurzeln den gesamten Topf durchwachsen haben oder die Pflanze keinen sicheren Halt mehr findet, solltest du sie umtopfen.
Zum sicheren Umtopfen eignen sich:
Alternativ helfen auch Grillzangen oder zusammengefaltete Styroporplatten.
Einige Arten bleiben ganzjährig bei Zimmertemperatur.
Viele Kakteen und manche Sukkulenten profitieren jedoch von einer Winterruhe. Reduziere ab Ende Oktober die Wassergaben deutlich. Große Kakteen müssen teilweise mehrere Monate überhaupt nicht gegossen werden.
Ein kühler, heller Standort mit Temperaturen zwischen 5 und 15 °C fördert im Frühjahr oft sogar die Blütenbildung.
Die meisten Kakteen sind ungiftig. Ihre Dornen können jedoch Verletzungen verursachen. Bei einigen Sukkulenten, insbesondere Wolfsmilchgewächsen (Euphorbia) und manchen Kalanchoe-Arten, ist Vorsicht geboten. Ihr Pflanzensaft kann giftig sein.
Stelle diese Pflanzen daher außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren auf und trage beim Schneiden oder Umtopfen Handschuhe.
Pilze, Spinnmilben, Wollläuse oder Schildläuse können auch Kakteen und Sukkulenten befallen – insbesondere bei ungünstigen Pflegebedingungen. Kontrolliere deine Pflanzen regelmäßig.
Bei einem Befall hilft folgender Notfallplan:
Je nach Stärke des Befalls kann auch ein Umtopfen sinnvoll sein.
Kakteen und Sukkulenten sind nicht nur wegen ihres geringen Pflegeanspruchs beliebte Pflanzen, sondern auch, weil sie aufgrund ihres Artenreichtums in fast jedes Ambiente passen.
Besonders beliebt sind kleine Kakteen und Sukkulenten, die sich einzeln oder in Gruppen dekorativ arrangieren lassen. Sie passen hervorragend zu einem minimalistischen Wohnstil oder ergänzen einen Urban-Jungle-Look. Wie genau du diesen Look kreierst, erfährst du in unserem Urban-Jungle-Ratgeber.
Kleine Sukkulenten und kompakte Kakteen eignen sich hervorragend für dekorative Pflanzgefäße aus Glas. Wichtig ist dabei eine gute Drainage, damit sich keine Staunässe bildet. Was du sonst noch dafür brauchst und eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du in unserem DIY-Flaschengarten.
Auch hängende Pflanzgefäße, Kokodamas oder vertikale Gärten liegen im Trend. So lassen sich Kakteen und Sukkulenten dekorativ an Wänden oder von der Decke präsentieren. Schau dir dazu unser DIY Vertikaler Garten an.

Kakteen und Sukkulenten erleben seit einigen Jahren ein echtes Comeback. Ihre große Artenvielfalt, die außergewöhnlichen Wuchsformen und der geringe Pflegeaufwand machen sie zu idealen Zimmerpflanzen – sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Pflanzenliebhaber.
Mit dem richtigen Standort, einem durchlässigen Substrat und sparsamen Wassergaben bleiben deine Pflanzen lange gesund. Das passende Zubehör für die Pflege findest du online oder in deinem Globus Baumarkt.